Berufsausbildungen Australien - Kursaufbau

Kursaufbau

Jeder Kurs hat eine eineindeutige Kursnummer, welche von der australischen Bildungsbehörde vorgegeben ist und die wesentlichen Fachkenntnisse, welche vermittelt werden müssen, bestimmt. Nichts desto trotz haben Institute Flexibilität in der Kursgestaltung!

 

Der Inhalt, Ablauf und Dauer jeden Kurses sowie der Preis wird jedoch die jeweilige Schule selbst bestimmt. Dies kann beim gleichen Kurs von Schule zu Schule erheblich variieren. Beispiele:

  • Während die eine Schule einen Unterricht von Mon-Fri von 9.00 – 16.00 Uhr vorschreibt, bieten andere Schule den gleichen Kurs an 2,5 Tagen pro Woche an, oder wieder andere Schulen als Abendkurs, oder in sehr seltenen Fällen auch als Wochenendkurs.

  • Während bei der einen Schule der Kurs 1 Jahr dauert, kann der gleiche Abschluss bei einer anderen Schule 1,5 Jahre dauern.

  • Während die eine Schule 250 Stunden praktische Erfahrungen im Kurs anbietet, kann es bei einer anderen Schule 320 Stunden sein.

usw.

 

Es lohnt sich also, im Vorfeld die Kurse miteinander zu vergleichen.

Praktische Ausbildung

Oftmals können die australischen Berufsausbildungen nicht mit denen verglichen werden, welche du zu Hause gewohnt bist. In der Regel hat man keinen Ausbildungsbetrieb sondern konzentriert sich voll auf die Ausbildung.

 

Berufsausbildungen enthalten nicht in jedem Fall praktische Erfahrungen.

  • Bei handwerklichen Berufen (wie Tischler, Mechaniker, Kfz Schlosser, Koch, Frisör, Masseur usw.) sind in der Regel praktische Erfahrungen enthalten, welche weitgehend in einer schuleigenen Werkstatt durchgeführt werden, selten direkt beim Kunden. Manche Schulen bieten praktische Erfahrungen sowohl in der Schul-Werkstatt, als auch bei einem Unternehmen an.

  • Bei kaufmännischen Berufen (z.B. Business, Marketing, Tourismus, Event Management usw.) hast du oftmals nur eine theoretische Ausbildung und keinen oder nur einen minimalen praktischen Anteil in Form eines 1 oder 2-wöchgen Praktikums. 

 

Da die Ausbildung nicht in einem Lehr-Unternehmen stattfindet, wird auch kein Lehrlingsgeld gezahlt. Die Ausbildung ist jedoch in der Regel auf 20 Stunden pro Woche ausgelegt, so dass du dir über einen Nebenjob von 20 h/Woche deine Lebenshaltungskosten erarbeiten kannst.